Es ist windig. Gestern war es schon windig, heute kommen 10 km/h obendrauf: 40 bis 50 km/h stehen über der Küste. Strand ist damit keine Option. Wir probieren es am Morgen trotzdem kurz und bekommen auf dem Parkplatz kaum die Autotür auf. Das reicht als Antwort.

Also etwas Ruhigeres. Die Kinder wünschen sich seit Tagen Minigolf, und Hannah hat längst vorgearbeitet: rund zehn Plätze hat sie herausgesucht. Die meisten davon liegen quer über Dänemark verteilt – schön, aber eine Tagesreise für sich. Einer nicht. Der West Coast Minigolf bei Blåvand, an dem wir vor ein paar Tagen sogar vorbeigefahren sind. 15 km. Entscheidung getroffen.
Der Platz ist fantastisch. 18 Bahnen, gut besucht, und der Hund darf mit drauf. Wir spielen um das ein oder andere Loch, kommen an Wasserfällen vorbei und müssen Brücken überspielen. An einer Bahn schafft Sabrina es fast, mich abzuschießen. Knapp daneben. Glück gehabt – aus meiner Perspektive jetzt.

Danach fahren wir noch in den Nachbarort, quasi die gesamte Strecke zurück, um Blasenpflaster zu kaufen. Die Wanderung von gestern hat mich doch mehr mitgenommen, als ich dachte.
Zum Abendessen geht es wieder nach Blåvand. Ich habe Lust auf Burger, und gestern Abend sind mir dort einige Restaurants aufgefallen. Direkt neben dem Spar liegt ein Hofbräuhaus. Da wir nächste Woche ein paar Tage in München geplant haben, stimmen wir uns schon einmal ein.

Auch hier darf Ivy mit hinein. Die Bedienung besticht sie sogar mit Leckerlis, damit sie ruhig bleibt. Aber es ist ein Labbi. Jedes Mal – wirklich jedes Mal –, wenn die Bedienung vorbeikommt, läuft das komplette Programm ab: Sitz. Platz. Sitz. Männchen. Vieeeeep. Wedel-Wedel. Eigentor würde ich sagen.

Das Essen ist lecker und kostet „nur" „schlappe" 140 Euro. Für zwei Burger, drei Chicken Nuggets mit Pommes und ein paar Getränke. Gut, dass wir sonst die Verpflegung dabei haben.
Merke: Wer einen Labbi mit Leckerli ruhigstellen will, hat das Konzept „Labrador" nicht verstanden.




