Acht Jahre habe ich hier gelebt, von 2002 bis 2010, seit 2005 mit Sabrina zusammen – und hier habe ich auch beruflich angefangen, bei Campana & Schott. Vier Tage München im Hochsommer, mit dem Zug statt dem Auto und mit fünf Leuten im Gepäck, führen uns direkt zurück in dieses Kapitel. Der erste Weg geht fast automatisch nach Schwabing, zur alten Adresse in der Aachener Straße, wo wir fünf Jahre gewohnt haben. Pizza beim alten Italiener, der Blick auf die eigene Haustür von damals: für die Kinder ein Haus wie jedes andere, für uns ein Stück eigene Geschichte.
Mittendrin ein Arbeitstag mit Workshop und Jour fixe – immernoch bei Campana & Schott, meinem ersten Arbeitgeber nach dem Studium. Für die Kinder ist die Allianz Arena das klare Highlight der Reise: eine Führung bis in die Spielerkabine und auf die Trainerbank. Für mich zählen dagegen eher die Berge – der schweißtreibende Aufstieg zum Kloster Andechs bleibt mein persönlicher Höhepunkt. Dazwischen bestimmt vor allem die Hitze den Rhythmus, 30 bis 35 Grad, Tag für Tag, und alles, was München und Umgebung an Wasser hergeben, wird zur Abkühlung genutzt: der Olympiasee, der Ammersee, der Kleinhesseloher See mit dem Tretboot und am Ende der Eisbach, durch den ich mich – ganz allein, aber überglücklich – endlich mal treiben lasse.
Am Ende bleibt eine Mischung aus Wiedersehen und Neuentdeckung: die alte Nachbarschaft und der alte Arbeitgeber, dazu Fußballglanz für die Kinder, Berge für mich und jede Menge kühles Wasser für uns alle. Und die Erkenntnis, dass man nach Jahren immer noch spontan zurückfindet – ganz ohne Navi.









